Sonntag, 8. März 2015

[Rezension] Das Labyrinth erwacht

Autor: Rainer Wekwerth
Reihe: Das Labyrinth, Band 1/3
Seiten: 408
Genre: Fantasy, Jugendbuch
Preis: 6,66 Euro (Broschiert), HIER kaufen

Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig. Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt. Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren. Aber das Labyrinth kennt sie. Jagt sie. Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen: Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst. Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore. Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein.

Lieblingszitat
Wer auch immer hinter alldem steckt, möchte uns zwar sterben sehen, will aber nicht, dass wir dabei frieren.
Meine Meinung

Dieses Buch wurde mir von einer Freundin empfohlen, und weil der Klappentext so spannend klang, habe ich es direkt auf meine Wunschliste gesetzt und vor kurzem dann endlich angefangen.
Als ich die ersten Seiten gelesen hatte, fühlte ich mich zuerst einmal an die "Maze Runner"-Trilogie erinnert. Jugendliche, die auf einer "Lichtung" erwachen, nur eine Erinnerung an ihren Namen haben, und sich durch ein Labyrinth kämpfen müssen. Außerdem scheint eine tödliche Gefahr zu lauern, wenn es dunkel wird - was mich gleich an die Griewer denken ließ.
Am Anfang  lernen sich die Jugendlichen erst einmal kennen: Jenna, Jeb, Tian, Kathy, Léon, Mary und Mischa. Ich dachte zuerst, dass das vielleicht zu viele sein könnten, aber man kommt recht schnell zurecht. Eigentlich finde ich es sogar ganz gut, eine Gruppe von Jugendlichen zu haben, aus der ich mir meinen Liebling picken kann - wenn es da in diesem Buch nicht einen großen Makel gegeben hätte: Die Charaktere sind total langweilig. Sie sind farblos, blass gezeichnet und ich konnte zu keinem wirklich eine Beziehung aufbauen, vor allem mit Mary, Jenna und Jeb ist es mir schwer gefallen, warm zu werden.
Die Story wäre an sich wahrscheinlich spannend gewesen, allerdings hat das Manko mit den Charakteren dazu geführt, dass sich das Buch total gezogen hat. Die Idee von den Bösen fand ich wirklich gut, sie wirkten unheimlich und die Sache mit den Ängsten und dem "Eis" war auch mal etwas Neues. Leider konnten sie die Story nicht mehr wirklich rausreißen.
Die Grundidee war gut, aber irgendwann kam ich mit der Geschichte einfach gar nicht mehr voran. Ich habe immer wieder Seiten übersprungen und hab tagelang gar nicht mehr weiter gelesen. Die Charakterentwicklung wirkte auf mich nicht ganz glaubhaft, die Liebesgeschichte irgendwie gezwungen. Ich konnte nicht mitfiebern und war am Ende des Buches auch von zwei Punkten absolut überzeugt: den zweiten Band werde ich nicht lesen & ich werde wahrscheinlich bald vergessen haben, was in dem Buch passiert ist.
Sehr, sehr schade.

Lieblings/Hasscharaktere

Wie gesagt: Die Charaktere waren irgendwie absolut nicht meins. Nach einer Weile mochte ich Mischa ganz gern, und Léon war auch ein starker Charakter, der sich meiner Meinung nach ganz gut entwickelt hat. Die Sache mit Mary hat mich dann aber doch ein bisschen genervt... Und alle anderen Charaktere haben mich einfach kein Stück beeindruckt.

Fazit

Grundidee war recht spannend und die Bösewichte fand ich recht gut, aber die Charaktere waren einfach nicht gut, die Story nach einer Weile schon nicht mehr spannend und am Ende habe ich verdammt viel übersprungen. Da kann ich einfach nicht mehr als 2 von 5 Federn geben. Dabei hatte ich von dem Buch soooo viel erwartet!


Dienstag, 3. Februar 2015

[Rezension] Numbers - Den Tod im Blick

Autorin: Rachel Ward
Reihe: Numbers, Band 1/3
Seiten: 368
Genre: Thriller, Fantasy
Preis: 13,95 Euro (TB), HIER kaufen
Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher. 
Lieblingszitat
Wir wissen, dass für uns alle eines Tages das Ende kommt, aber wir sollten uns davon nicht unterkriegen lassen. Wir sollten nicht zulassen, dass uns das vom Leben abhält. 
Meine Meinung

"Numbers" habe ich beim zufälligen Blättern auf Amazon entdeckt und gleich mal in den Einkaufswagen geworfen, weil mich der Klappentext so angesprochen hat. Kaum hatte ich es aufgeklappt, sprang mir schon die Story mit voller Wucht entgegen. Ja, der Anfang ist mal etwas völlig anderes: Die Protagonisten treffen gleich aufeinander, kennen sich bereits aus der Klasse, aber nicht näher. Was mir an Jem und Spinne besonders gefallen hat: Sie sind so richtige Antihelden, so richtige Problemkinder, die keiner leiden kann. Ganz besonders Spinne: Er kommt ständig mit dem Gesetz in Konflikt, ist groß, schlaksig und scheint eine Aversion gegen Duschen zu haben, denn Jem geizt nicht mit "Himmel, der Typ stinkt"-Sprüchen :D
Die beiden freunden sich an und dann passiert, was im Klappentext bereits angekündigt wird: Die beiden können sich vor einem Attentat retten und geraten ins Visier der Polizei. Daraufhin packen sie ihre sieben Sachen und hauen einfach ab. Schon von Anfang an kam mir der Gedanke: War das wirklich so schlau, was ihr Kinder da gemacht habt? Das halbe Land ist nach dieser Sache hinter ihnen her, und die beiden machen sich noch verdächtiger - dabei haben sie gar nichts getan! Sicher, auch Spinne hat ein kleines Problem, aber die ganze Flucht kam mir doch ein bisschen unnötig vor. Immer wieder kam mir der Gedanke: Ach kommt schon, das kann doch gar nicht gut gehen!
Außerdem fühlt sich die Flucht der beiden die meiste Zeit über eher wie eine entspannte Reise an, und nicht wie eine Thriller-Hetzjagd. Ich weiß nicht warum, aber so richtig Spannung kam bei mir nicht auf. Schade eigentlich. Dafür fand ich es toll, wie die Charaktere sich entwickelt haben und wie sie einander näher kamen - eine süße Szene in einer Scheune war dabei besonders goldig, da kamen mir doch ein paar zufriedene Seufzer über die Lippen.
Dann allerdings werden die beiden kurzzeitig voneinander getrennt und von da an ist die Stimmung und Atmosphäre sofort wieder gekippt. Ich fand es langwierig, habe ganze Seiten übersprungen und die ganze Zeit gehofft, dass Spinne endlich wieder auftaucht. Es passiert etwas sehr trauriges und danach werden große Zeitsprünge gemacht, die ich einfach unnötig fand.
Das Ende der Geschichte war für mich sehr enttäuschend - ich hasse es, mit einem traurigen Gefühl aus einem Buch entlassen zu werden und nach "Numbers" war ich irgendwie richtig deprimiert. Schade.

Charaktere

Die Charaktere fand ich gut, weil sie so herrlich übertriebene Antihelden waren. Wie vulgär und jugendsprachlich sie miteinander gesprochen haben, hat mir gefallen, und auch ihre bunten Geschichten und Eigenarten fand ich super. Mein Liebling in diesem Buch war eindeutig Terry Dawson aka "Spinne". Einfach ein lustiger Kerl, der zwar viel Dreck am Stecken, aber das Herz am rechten Fleck hat.

Fazit

Die Grundidee, Schreibstil und Charaktere der Geschichte fand ich wirklich gut. Aber der Storyverlauf, die vermeintliche "Spannung" und das enttäuschende Ende konnten mich nicht wirklich überzeugen. Deshalb gibt es für dieses Buch 3 von 5 Federn.


Sonntag, 1. Februar 2015

[Kolumne] Kuss-Szenen und Quietschattacken

Für viele Mädchen sind sie doch noch immer das Schönste: Die Momente, wenn die Hauptcharakter endlich über ihren eigenen Schatten springen und die Köpfe zu einem Kuss neigen *schmatz* Sind das nicht diese Augenblicke, an denen man zumeist ein zufriedenes Seufzen hören lässt?

Ja, Kuss-Szenen sind mir unheimlich wichtig, ich bin ein absoluter Romantiker, was das angeht. Was glaubt ihr, wie oft ich dasitze und das Buch anbrülle: "Jetzt küsst euch doch mal endlich, verdammt!" - kleiner Tipp: Sehr oft.

Natürlich ist die richtige Atmosphäre für den ersten Kuss entscheidend. Er darf nicht zu früh passieren, das macht die Stimmung kaputt. Er sollte allerdings auch nicht ewig nach hinten verschoben werden, denn dann wird es langweilig. Außerdem sollte er, zumindest für diesen einen Moment, das Hauptaugenmerk der Szene sein. Küsse, die sich im Hintergrund abspielen!? - Nein, danke! Die Charaktere sollten allein sein, sich in intimer Atmosphäre irgendwo befinden...und der perfekte Kuss bringt mich zB. dazu, dass mein Herz mit den Personen um die Wette hüpft und mir ein Quietschen entfährt. Ja, dann ist ein erster Kuss perfekt. Und natürlich sollte es nicht der eine und einzige Kuss im Buch bleiben ... (gern darf auch etwas mehr passieren).

Aber Küsse sind nicht die einzigen Momente, die mich zum Quietschen bringen. Eine versteckte Liebeserklärung, die Umarmung eines sonst so kühlen Charakters, eine beschützende Handlung - es gibt einige Dinge, die mich für eine fehlende Kussszene entschädigen können. Wichtig ist, dass man sich mit einem zufriedenen Seufzen zurücklehnen kann und denkt: "Na endlich, ich wusste schon immer, dass die beiden zusammengehören!"

Freitag, 30. Januar 2015

[Rezension] Untot - Sie sind zurück, und sie sind hungrig!

Autorin: Kirsty McKay
Reihe: Untot, Band 2/2
Seiten: 416
Genre: Jugendbuch, Endzeit, Zombies, Comedy
Preis: 11,99 Euro (kindle), HIER kaufen
Na toll! Eine Glatze, eine Narbe und 6 Wochen Koma. Als Bobby erwacht, ist bereits ganz Schottland zombifiziert und zur Sperrzone erklärt worden. Ausgerechnet in einem schottischen Krankenhaus festzusitzen, ist also eher ungünstig. Dass auch Alice und Pete dort untergebracht sind, ist zumindest eine gute Nachricht. Doch wo steckt Smitty? Und wieso hat Bobbys Mutter, die angeblich tot sein soll, verschlüsselte Nachrichten auf dem Handy hinterlassen? Die ungleichen Freunde müssen schnellstens hier weg. Denn die Untoten sind lernfähig und hungrig und verdammt gefährlich. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihnen hinterher jagen …
Lieblingszitat 
"Muss ein Versehen gewesen sein", sagt Russ. "Lockerer Finger am Abzug."
"Lockerer Finger im Arsch!" sagt Pete, und wir wissen wie er es meint, aber es klingt trotzdem fies. 
Meine Meinung

Ich konnte nicht anders- trotz SUB und vollgestopftem Wunschzettel musste ich mir einfach so schnell wie möglich den zweiten Band von "Untot" besorgen. Ich liebe den knallig, jugendlichen Schreibstil von Kirsty McKay und ihre Story hat mich schon im ersten Teil so gefesselt - ich kam nicht drum herum.
Die Geschichte beginnt genau dort, wo sie im ersten Band aufgehört hat, und da der Klappentext das ziemlich gut widerspiegelt, sage ich mal nichts weiter zum Storyverlauf. Wozu ich aber unbedingt etwas sagen muss, ist: Gleich auf den ersten Seiten schlägt einem sofort wieder der unvergleichliche Quatsch und Humor der Geschichte entgegen. Ob es nun an den wahnsinnig lustigen Vergleichen liegt (ZB den Schreibstil eines Arztes mit dem empörten Scharren einer Henne zu vergleichen) oder daran, dass Bobby einen großen Teil des Anfangs ohne Hose durch die Gegend läuft - es hat mich alles sofort wieder den Lachtränen nah gebracht.
Immer, wenn wieder ein bekannter Charakter aufgetaucht ist, habe ich vor Freude gequietscht - Alice! Pete! Smitty! Es ist einfach jedes Mal wieder ein Genuss. Auch ein neuer Typ kommt dazu: Russ. Ich fand ihn ganz nett, allerdings war ich ihm gegenüber ein bisschen trotzig, weil er anscheinend am Anfang ein kleiner Ersatz für Smitty war....so kam es mir zumindest vor.
Die Story war, genau wie im ersten Teil, sehr rasant erzählt und unglaublich spannend. Auch an Charme hat das zweite Buch der Reihe nicht verloren - eher gewonnen. Die Flucht vor und der Kampf mit den Zombies (und Zombinos) war einfach wieder super. Manchmal habe ich vor Spannung eine Seite übersprungen, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe ... und habe nur Sekunden später wieder zurückgeblättert, weil ich jeden Satz aufsaugen wollte :D
Gut fand ich auch, dass manche Personen in einem Moment vertrauenswürdig schienen und im nächsten Moment auf der Anklagebank saßen. Immer wieder hat sich die Story dadurch gedreht, was ich einfach spitze und sehr interessant fand.
Außerdem, und da kommt das Mädchen in mir wieder durch, fand ich die kleine, immer wieder eingeschobene, Liebe zwischen Smitty und Bobby einfach nur unglaublich niedlich - besser noch als im ersten Teil!
Das Ende ist kein direkter Cliffhanger, aber die Story scheint mir auch noch nicht ganz vorbei zu sein. Natürlich musste ich sofort nachschauen und im Internet stand, dass es vielleicht einen dritten Band geben wird. Hoffentlich! So fällt der Abschied von den über alles geliebten Charakteren nicht ganz so schwer :)

Die Charaktere

Natürlich - an den Figuren hat sich nichts geändert, sie bleiben immer noch sehr klischeehafte Stereotypen. Allerdings macht mir das überhaupt nichts, denn jeder hat seine Eigenarten mitgebracht und ich habe jeden der vier Protagonisten abgöttisch geliebt. Die Figuren sprühen vor Witz und Schlagfertigkeit, ich habe mich oft am Boden gekringelt. Mein Liebling bleibt Smitty, daran ist nichts zu rütteln. Mutig, verschlagen, und super süß zu Bobby, das kann man nicht toppen ;)

Fazit

Ich LIEBE die "Untot"-Bücher, den zweiten Band sogar noch mehr als den ersten. Witzig, spannend, rasant - mit absolut liebenswürdigen Charakteren. Deshalb bekommt dieser Teil der Reihe auch die Ehre, ganze 5 Sterne mit Herzchen zu erhalten - "Untot - Sie sind zurück, und sie sind hungrig!" darf sich ab jetzt zu meinen Herzstücken zählen!


Mittwoch, 28. Januar 2015

[Rezension] Obsidian - Schattendunkel

Autorin: Jennifer L. Armentrout
Reihe: Obsidian, Band 1/3
Seiten: 400
Genre: Science Fiction, Jugendbuch
Preis: 12,99 Euro (kindle), HIER kaufen

Als die siebzehnjährige Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um "neue Freunde" zu finden. Und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat…
Lieblingszitat
"Dee reagiert nicht unbedingt gut auf Fremde. Wie wir alle.", sagte er und sah mir dabei direkt in die Augen. Mir wurde warm. "Ich hatte mal einen Hund, der 'nicht unbedingt gut auf Fremde reagierte'."
Meine Meinung

Wieder eins dieser gehypten Bücher, an denen ich einfach nicht vorbeigehen konnte. Ich MUSSTE es haben. Vor allem, weil ich auch das Cover so hübsch fand ;)
Zu Anfang muss ich gleich sagen: Können die Autoren sich nicht mal neue Anfänge ausdenken? Wieder mal ist es das gleiche Thema, mit dem es anfängt: Ein Elternteil stirbt und die Familie zieht deshalb vom wunderschönen Florida ins graue West Virgina. Dort trifft Hauptfigur Katy - wie es nunmal immer so ist - auf einen unglaublich heißen Typen, der zu ihr natürlich total blöd ist, aber ab und zu auch mal durchblicken lässt, dass er sie gar nicht soooo doof findet. Blablabla.
Wie sich dann die Freundschaft zwischen Katy und Dee entwickelt hat mir dann aber wieder gefallen. Langsam tastet man sich an das Geheimnis der Zwillinge ran (Also Dee und Daemon - habe ich schon mal erwähnt, dass ich Zwillinge liebe!?) und als man schließlich dahinter kommt, WAS sie sind ... nunja, ich wahr ehrlich gesagt total überrascht, hätte eher mit so etwas in Richtung Kitschvampir gerechnet. Es ist zwar nicht die alleroriginellste Idee, aber eine nette Wendung. Die Fähigkeiten von Daemon fand ich sehr interessant und die Idee mit dem Leuchten, das bei Katy ausgelöst wird, finde ich auch mal nett.
Natürlich muss es auch ein paar böse Typen geben - und die fand  ich in diesem Buch auch gar nicht so übel, an manchen Stellen hatten sie sogar ein bisschen Gruselpotential (sie sind nicht die Griewer, aber auch nicht schlecht). Angst hatte ich aber am Ende wirklich gar keine vor ihnen - was sicher auch daran lag, dass es für die Hauptcharas viel zu mühelos war, sie loszuwerden. Sicher, alle haben ein paar kleine Blessuren davongetragen, aber wirklich krass fand ich es jetzt nicht.
Die Handlung an sich war an manchen Stellen recht rasant und spannend, manchmal sogar richtig mitreißend. Das Ende war dann so abgefahren, dass ich gar nicht mehr richtig mitgekommen bin, bis zum Schluss. Allerdings muss man sagen, dass ich das Ende jetzt auch nicht sonderlich überraschend fand.
Diese Punkte machen "Obsidian" eigentlich zu einem soliden Buch. Wenn da nicht die nervigste Sache der Welt wäre: Das, was sich zwischen Daemon und Katy abspielt. Ausnahmsweise lag es mal nicht an dem Mädel, dass ich die Beziehung schrecklich fand, sondern an dem Kerl. Himmel - Daemon hat sie ja wirklich hingehalten, es war ein ständiges Hin und Her, was nach einer Weile einfach nur noch frustrierend war. Am Ende hätte ich wahrscheinlich ganz genau so reagiert wie Katy - dieser Daemon hat sie doch nicht mehr alle. (Auch wenn er irgendwie verdammt heiß ist!!!)

Charaktere

Ich mochte Dee total gern, würde auch sagen, dass sie mein Liebling in diesem Buch war. Sie ist total niedlich und mal eine ganz andere Art von Persönlichkeit. Aber ich mochte auch Katys Freundinnen aus der Schule. Richtig gehasst habe ich natürlich die anderen von Daemons Clique. Aber das waren wieder solche Klischeetypen, dass ich mir nicht mal ihre Namen gemerkt habe.

Mein Fazit

Recht spannende Story, nette Charaktere und ein flüssiger Schreibstil, sind vermischt mit der interessanten Hintergrundidee eigentlich vier Federn wert. Allerdings muss ich, einfach aus meiner subjektiven Wahrnehmung heraus, einfach eine Feder für diese total nervige Liebesgeschichte abziehen. 3 von 5, schade eigentlich!


Montag, 26. Januar 2015

[Rezension] Untot - Lauf, so lange du noch kannst!

Autorin: Kirsty McKay
Reihe: Untot, Band 1/2 (+ Zwischenteil "Pausensnack")
Seiten: 368
Genre: Endzeit, Zombies, Jugendbuch, Comedy
Preis: 14,95 Euro (TB), HIER kaufen

Auf keinen Fall wird sie aus diesem Bus aussteigen. Bobby hasst ihre neuen Mitschüler und der Skiausflug war die totale Vollkatastrophe. Da wartet sie lieber mit Bad Boy Smitty, bis die anderen aus dem Café zurückkommen. Aber die anderen kommen nicht. Die anderen sind tot - Alice hat es genau gesehen und dreht vollkommen durch. Schöne Scheiße! Sie müssen hier weg und zwar schnell. Denn plötzlich kommen die Toten auf sie zu und sie sehen verdammt hungrig aus. Doch draußen ist es einsam und dunkel, der Schneesturm tobt und die Handys funktionieren auch nicht. Und eigentlich weiß man aus jedem guten Horrorfilm, dass man sich niemals in so eine Situation begeben darf ...
Lieblingszitat
Er klickt mit dem Mikrofonschalter herum. "Ich glaube, den Morsecode für SOS kriege ich hin, aber vielleicht bestelle ich auch gerade etwas vom Lieferservice."

Meine Meinung

Ich sage euch von vornerein zwei Dinge: Erstens, diese Rezension wird relativ kurz ausfallen. Zweitens, die Idee, die hinter "Untot" steckt, ist weiß Gott nichts Neues. Im Gegenteil: Jedes einzelne, denkbare Klischee, das man über Zombies kennt, wird aufgegriffen und gnadenlos durch den Hechsler gedreht. Was für mich dieses Buch aber so unwiderstehlich gemacht hat, waren die Zutaten, die noch dazu getan wurden: Eine große Prise Spannung, ein derbe Jugendsprache und eine richtig ordentliche Portion Charme und Witz. Ernstzunehmen ist dieses Buch ganz sicher nicht. Ich habe mir beim Lesen das ein oder andere Mal eine Träne aus dem Auge gewischt, weil ich so lachen musste. Einmal habe ich in der Tram so angefangen zu lachen, dass ich von allen Seiten angestarrt wurde. Aber ich konnte einfach nicht anders!!! Wenn der Zombiegang eines Mädchens mit einem Laufstegmodell verglichen wird, das versucht eine Zigarette auszutreten, oder im Angriff von Zombies einer Designerhandtasche hinterhergetrauert wird - dann ist einfach genau mein Humor getroffen. Ende, Aus.
Trotz dass die Story sehr klischeehaft ist, wurde ich öfter mal wieder überrascht und war auch die meiste Zeit über gespannt, wie es ausgeht. Klar - manche Szenen waren mehr als unglaubwürdig und wahnsinnig übertrieben. Aber Gott, ich steh drauf, wenn die High School Tussi Zombies verprügelt! ;)

Charaktere

Auch die Figuren der Geschichte waren absolute Stereotypen: Pete, der Nerd, Alice, die Schulschönheit, Smitty, der Bad-Boy und Bobby, die unscheinbare Außenseiter-Protagonistin. Macht aber nichts - ich habe jeden von ihnen im Laufe der Story ins Herz geschlossen. Besonders Smitty hat es mir hierbei angetan (bin mal wieder verliebt!), seine ganzen dummen Sprüche und den leichten Anflug einer Liebesgeschichte mit Bobby - wundervoll!

Fazit

Ich habe mich gefreut, gebangt, mich geärgert, war gespannt und hab vor allem viele Lachtränen vergossen, bei der Lektüre dieses einzigartigen Buches. Einfach wundervoll, herrlich, schnell, frisch und witzig! Vergessen wir Klischees und Stereotypen - dieses Buch hat nicht weniger als 5 von 5 Federn verdient! Schon allein, weil ich meinen SUB links liegen gelassen habe, um mir den zweiten Band zu kaufen ;)


Samstag, 24. Januar 2015

[Rezension] Cassia & Ky - Die Auswahl

Autorin: Ally Condie
Reihe: Cassia & Ky, Band 1/3
Seiten: 464
Genre: Dystopie, Jugendbuch
Preis: 9,99 Euro (TB), HIER kaufen

Für die 17-jährige Cassia ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: Heute erfährt sie, wen sie mit 21 heiraten wird – wen das System für sie ausgewählt hat. Es könnte jeder Junge aus Oria sein, doch zur großen Überraschung aller wird ihr bester Freund Xander als ihr Partner bekanntgegeben.
Als Cassia sich später auf dem feierlich überreichten Mikrochip Informationen über Xander ansehen will, passiert etwas schier Unmögliches: Es erscheint das Gesicht eines anderen Jungen – das von Ky. Cassia ist schockiert und verängstigt. Das System macht keine Fehler! Und tatsächlich wird ihr von offizieller Seite versichert, dass es sich um ein einmaliges Versehen handelt. Aber Cassia geht Kys Anblick nicht mehr aus dem Kopf. Gibt es doch die Möglichkeit zu wählen?
Lieblingszitat
Ihr glaubt, hier gäbe es nichts, weil wir uns nicht wehren. Aber in unseren Köpfen sind Worte, von denen niemand etwas weiß. Und mein Großvater ist nach seinen Bedingungen gestorben, nicht nach euren. Wir besitzen Wertvolles, aber ihr werdet es niemals finden, weil ihr nicht einmal wisst, wonach ihr suchen müsst. 
Meine Meinung

Warum ich ursprünglich angefangen habe, Cassia & Ky zu lesen, weiß ich gar nicht mehr. Ich glaube ich hatte mich total auf Dystopien eingeschossen, dass ich einfach alles genommen habe, was mir irgendwie in den Sinn kam und was mich auf Amazon förmlich angesprungen hat. Dieses Buch gehörte eben dazu - und es hat mich leider nicht überzeugt.
Schon den Anfang fand ich langweilig, weil er so unglaublich gewöhnlich ist für eine durchschnittliche Dystopie. Es gibt eine Veranstaltung, zu der die Jugendlichen gehen, und bei der die Auswahl "Passiert" - die Kinder lernen ihren Zukünftigen bzw. ihre Zukünftige kennen. Bei Cassia ist es ausgerechnet ihr bester Freund Xander (gähn, was für eine langweilige Schnarchtüte, ich mochte ihn nicht wirklich). Es ist von Anfang an irgendwie offensichtlich, dass das zwischen denen nie klappen wird, auch wenn Cassia das am Anfang etwas anders sieht - naja, leicht durchschaubar eben. Könnte aber auch am Serientitel liegen.
Die Welt an sich ist interessant. Wie bei den meisten Dystopien steht sie unter der totalen Überwachung, aber es scheint erst einmal niemanden zu stören. Beginn und Ende des Lebens ist festgelegt, keine Kinder mehr mit über 31 und mit 80 wird das Leben beendet. Dann gibt es ein Abschiedsbankett für die Sterbenden. Ich kann nicht genau sagen, warum - aber irgendwie hat mich das alles ein wenig an "Hüter der Erinnerung" erinnert.
An sich konnte ich schon verstehen, dass die Bewohner das einfache Leben schätzen und ihre Sicherheit nicht aufgeben wollten.
Ich persönlich mag es bei Dystopien lieber, wenn die Liebesgeschichte nicht die Hauptrolle spielt, sondern ein spannender Plot um was auch immer. Cassia und Ky trieft leider ein bisschen schnulzig. Man merkt von Anfang an, dass es am Ende auf eine Trennung der beiden und auf eine Rebellion hinausläuft - was ich mittlerweile einfach zu platt und zu uninspiriert für eine Dystopie halte.
Die Liebe hat sich (wie man es von solchen Büchern schon gewohnt ist) seeeehr langsam entwickelt und bis endlich mal was passiert, ist man einfach schon ziemlich gelangweilt. Schade eigentlich. Ein bisschen mehr Action hätte in dem Fall gut getan ;)
Das Ende kam genau so wenig überraschend für mich, wie der Verlauf der ganzen Story. An manchen Stellen hätte ich sogar die Sätze der Charaktere beenden können, so durchschaubar war es. *schüttel* nichts für mich.

Charaktere

Die fand ich an dieser Stelle leider alle ein bisschen platt. Im Nachhinein kann ich mich eigentlich nur noch an die Namen der Hauptcharaktere erinnern, und auch nur, weil sie auf dem Buchdeckel stehen. Sehr blasse Figuren, ich konnte mich in keinen wirklich verlieben und finde es auch nicht sooo schade drum.

Fazit

Cassia & Ky war eher so eine "solala"-Dystopie-Story, die mich einfach nicht überzeugen wollte, und die auch einfach nichts Besonderes war. Manchmal habe ich vor Langeweile ganze Seiten übersprungen, weil einfach nichts Spannendes passiert ist. Schade! Leider nur 2 von 5 Federn.